7 - Felsenstadt Petra und die Reise nach Israel
(René Miechowka)
Nach dem Besuch von „Petra at Night“ und einer erholsamen Nacht in Wadi Musa, ging es nach einem leckeren Frühstück um 07:30 Uhr wieder zum Weltwunder in die Felsenstadt Petra.
Nachdem unser Guide uns dort empfangen hat, ging es wieder auf den Hauptweg, der auch als „Tor zum Siq“ bekannt ist. Dort trafen wir auf das Obeliskengrab, das von den damaligen Einheimischen den Nabatäern im 1. Jahrhundert v.Chr. errichtet wurde. Es diente als Grabstätte für den damaligen Herrscher Malichus II und seine Familie. Unser Guide erzählte uns auch, dass es in der Felsenstadt noch 17 bekannte Orte unter der Erde gibt, die bis heute noch nicht freigelegt wurden.
Als nächstes trafen wir auf den sogenannten „Damm“. Dieser wurde von den Nabatäern gebaut, um Sturzfluten umzuleiten. Deshalb waren die Nabatäer zu ihren damaligen Zeiten auch als Meister der Hydrotechnik bekannt.
Am Ende des Dammes erwartete uns wie am vorherigen Tag das Schatzhaus (Al Khazna). Unser Guide vermittelte uns, dass dies wohl das bekannteste Bauwerk von Petra sei. Dies lies sich aber schon am Vorabend bei „Petra at Night“ erahnen. Im Dunklen erwartete uns unter einem klaren Sternenhimmel eine kleine musikalische und geschichtliche Einlage der Einheimischen. Das Schatzhaus ist fast 40 Meter hoch und wurde nach einem griechisch-korinthischen Stil in die Höhe gezogen. Gekrönt wird die Fassade durch eine riesige Urne, die einer Legende nach einen Schatz eines Pharaos enthielt.
Nach einigen Fotos und gesammelten Eindrücken machten wir uns weiter auf den Weg zum Kloster (Ad Deir). Dort führte uns unser Guide noch am Opferplatz, dem Theater, den Königsgräbern, der Säulenstrasse und den großen Tempeln vorbei. Da wir nur einen begrenzten zeitlichen Rahmen hatten, da um 13:00 Uhr schon der Bus nach Israel abfuhr, führte uns unser Guide an den vorhergenannten Spots zu den besten Plateaus um schöne Fotos von der grandiosen Aussicht zu machen.
Die größte Herausforderung die uns noch bevorstand, war der Aufstieg zum Kloster (Ad Deir). Bei unserem einstündigen Aufstieg kamen so einige ins Schwitzen. Das Wetter war sehr schön, wir hatten warme angenehme Temperaturen und konnten einen wolkenfreien Himmel bestaunen.
Oben angekommen erblickten wir die Fassade des Klosters, dass ebenfalls zu einem der größten Bauwerke in Petra gehört. Es wurde zur damaligen Zeit unter der Herrschaft von König Rabel II erbaut. Der Innenraum wurde als christliche Kirche genutzt, woher auch die Bezeichnung „Kloster“ kommt.
Auch dort oben konnte man sehr schöne Eindrücke sammeln und auf einem sehr hochgelegenen Plateau die weiten Aussichten der jordanischen Berglandschaft genießen.
Auch am helllichten Tag behielten die Schluchten und Sehenswürdigkeiten in Petra ihren ganz besonderen Charme.
Nach einem ständigen auf und ab in den Bergschluchten von Petra kamen wir nach ungefähr 5 Stunden und einem Fußweg von 13 km zu unserem Bus, der uns um 13:00 Uhr nach Israel fahren sollte.
Am Bus angekommen mussten wir feststellen, dass der Bus einen Platz zu wenig für unsere Reisetruppe hatte. So durfte sich einer von uns auf dem Boden im Gang ausruhen.
Auch auf der Fahrt nach Aqaba konnten wir noch einige wunderschöne Aussichten auf die weiten Berglandschaften von Jordanien genießen. Unser Busfahrer erzählte uns das die höchsten Berge 1600 Meter über dem Meeresspiegel liegen. Aus diesem Grund kann es auch vorkommen, dass es in Jordanien schneit, wie es letzte Woche noch geschehen ist.
In Aqaba angekommen ging es dann über die Grenze von Jordanien nach Israel. Nach einigen kleineren Komplikationen und strengeren Kontrollen als bei der Einreise in die vorherigen Länder, gelang uns die gemeinsame Einreise. Deshalb ging es dann froh und munter weiter, erst mit dem Taxi, dann gegen 17:00 Uhr mit einem öffentlichen Reisebus. Während der Umstiegspause deckten wir uns provisorisch mit Scheckeln, Käsebroten und Hopfensaft ein. Somit starteten wir von der Busstation in Eilat in Israel in Richtung unseres nächsten Ziels unserer Reise - nach Massada. Während einer Pause der dreistündigen Fahrt, konnten sich bereits einige Reisteilnehmer von der akuten Unterhopfung befreien.
Auf dem Weg nach Massada, wo wir gegen 20:00 Uhr angekommen sind, konnte man schon erkennen das Israel im Gegensatz zu Ägypten und Jordanien sehr sauber und strukturiert ankommt. Der freie W-LAN Zugang im ganzen Land machte sehr viele von uns glücklich.
Im Hotel angekommen erhielten wir die Schlüssel zu unseren Zimmern. Leider mussten wir feststellen, dass es rund um unser Hostel keine Möglichkeit zum Abendessen gibt. So mussten wir den Abend in der Lobby mit frisch gezogenen Snacks aus dem Automaten ausklingen lassen. Auch hier begeistert uns die Möglichkeit, mit unserer Kreditkarte bezahlen zu können.
In diesem Sinne hier der eingeführte Spruch des Tages, der uns von einem Einheimischen beim Versuch ein schönes Foto hinter der Absperrung zu schießen, zugesprochen wurde: „Don´t die here. Die somewhere else. Don´t be number three.“







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